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Steuernews für Mandanten

Ausgabe Januar 2009

Wohn-Riester

In den vergangenen Monaten hat die Finanzindustrie die ersten neuen Wohn-Riester-Produkte angeboten. Rund 450 Produkte hat die staatliche Aufsicht inzwischen zertifiziert. Dem Steuerpflichtigen, der sich eine selbst genutzte Wohnimmobilie anschaffen will, erschließen sich im Grunde drei Wege für die Riester-Förderung: Der bislang staatlich geförderte Riester-Sparvertrag, das Riester-Bankdarlehen oder spezielle Bausparverträge. Bereits bestehende Sparverträge können für die Anschaffung des Eigenheims verwendet werden. Alternativ können spezielle Darlehensverträge geschlossen werden; die Förderzulagen tragen hier zur Tilgung bei. Bei den Riester-Bausparverträgen wird ein bestimmter Betrag mit Hilfe der Zulagen angespart und zur Abzahlung des Darlehens verwendet.

Wie sich das Wohn-Riester-Modell im Einzelfall auswirkt, lässt sich mit Hilfe des Riester-Rechners des Verbands der privaten Bausparkassen, Berlin ermitteln (Adresse: http://www.immonexus.de/bausparkassen-verband/riester/riesterrechner.html). Nach Eingabe des rentenversicherungspflichtigen Einkommens aus dem Vorjahr und weiterer persönlicher Daten (u. a. zu versteuerndes Jahreseinkommen, Geburtsjahr der Kinder für die Berechnung der Kinderzulage) errechnet das Tool die erforderliche Eigenleistung, die Förderung und die Steuerersparnis.

Beispiel: Bei einem rentenversicherungspflichtigen Einkommen (2008) von 30.000 € (entspricht dem zu versteuernden Jahreseinkommen) würde ein Verheirateter mit einem Kind (Geburtsjahr 2008) und einem Berufseinsteigerbonus von 200 € nach 20 Jahren bei einer Eigenleistung von 30.240 € eine Förderung von 11.760 € erhalten. Die Steuerersparnis ermittelte der Rechner für denselben Zeitraum auf 10.400 €.

Sie haben noch offene Fragen zu diesem Thema? Kontaktieren Sie Ihren Steuerberater mit Sitz in Berlin, Schellhorn, Neumünster und Kiel/Molfsee.